Fetisch für Asiabondage

Fetisch für Asiabondage – Der aus dem englischen stammende Begriff Asiabondage bedeutet unter anderem Unfreiheit oder Knechtschaft und bezeichnet innerhalb der BDSM-Szene Asiabondage Praktiken zur Fesselung oder Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Das Ziel ist überwiegend auf sexuelle Stimulation ausgerichtet. Bei diesem Fetisch gibt es allerdings Sonderformen, bei denen Asiabondage aus ästhetischen oder anderen Gründen eingesetzt werden kann. Der selten verwendete Ausdruck Vincilagnia bezeichnet die sexuelle Erregbarkeit oder den Fetisch durch Restriktionen oder Asiabondage Fesselungen. Zum Fesseln werden neben den traditionellen Hilfsmitteln für Asiabondage häufig auch Alltagsgegenstände wie beispielsweise Verpackungsfolie (Frischhaltefolie) oder Klebeband eingesetzt. Asiabondage ist eine besonders beliebte Praktik aus dem weiten Spektrum der BDSM Vorlieben und hat viele Fetisch Sklaven. Studien in den USA kamen zum Ergebnis, dass etwa die Hälfte aller Männer und viele Frauen Asiabondage Spiele für erotisch halten. Wie bei vielen Studien über menschliches Sexualverhalten, dem Fetisch und sexuelle Phantasien sind die verfügbaren Untersuchungen allerdings nicht zuverlässig wissenschaftlich fundiert, und die besten Untersuchungen völlig veraltet.
Das japanische Bondage oder Shibari ist wohl die wichtigste Sonderform in der Asiabondage. Der Hauptzweck der japanischen Bondage ist – neben der Immobilisation – das Schaffen eines “Gesamtkunstwerks” aus Partner und Seil. In der höchsten Stufe der künstlerischen Ausprägung der Bondage wird versucht, zwischen Haltung des gefesselten Menschen und Seilmuster eine Übereinstimmung zu finden, die eine emotionale Aussage transportiert. Im Westen wird dieser Ansatz weniger berücksichtigt. Inzwischen findet der Begriff japanisches (oder asiatisches) Bondage in Europa für alle Bondage formen Verwendung, die ein ästhetisches Moment beinhalten. Kein Wunder also das der Fetisch, also die Vorliebe für Asiabondage weiterhin gestiegen ist. Diese müssen nicht zwangsläufig nur östlichen Einflüssen entspringen. In der Reinform wird die Bondage ausschließlich mit Hanfseilen durchgeführt, die Seilführung folgt bestimmten tradierten Bondage Regeln, so sollen Stricke möglichst parallel verlaufen, ohne Zwischenraum aneinanderliegen und eng am Körper anliegen. Über die Herkunft und Entwicklung des japanischen bzw. asiatischen Bondage gibt es verschiedene Theorien. Eine geht davon aus, dass es sich um eine Weiterentwicklung des Kinbaku oder Ninjitsu-Technik handelt, die als Strafe für Verbrechen und zur Folter von Kriegsgegnern entwickelt wurde. Eine andere Theorie sieht den Ursprung dieser Bondage form in den mittelalterlichen Klöstern Japans, bei denen die Fesselungen zur Unterstützung der Meditation sowohl des Fesselnden als auch des Gefesselten eingesetzt wurden (ähnlich den Steingärten, die unablässig mit dem Rechen neugeformt werden). Dieser meditative Ansatz fehlt in der westlichen Adaption der japanischen Bondage fast völlig.